Lyrik
Kommentare 3

Und doch allein

Menschenmassen um mich ragen,
Fließen den Hang hinunter,
treiben um mich an die Tausend Plagen,
Senke den Kopf herunter,
Schmerzen, Ängste unüberwunden,
Stille Schreie, die verstummen,
Nenne mir nur einen Namen,
Von den Wesen, die um mich traben,
Ich wär glücklich,
Eine weiße Maske gewinnt ein Gesicht,
Von dem die weiße Farbe bricht,
Schrecklich,
Wen interessiert’s ob ich lache oder wein?
Mach dir nichts vor Mensch,
Von Menschenmassen umgeben und doch allein.

3 Kommentare

  1. Iris sagt

    So hab ich mich schon hin und wieder gefühlt. Hast du in wunderschöne Worte gefasst.

  2. Daniel sagt

    Danke für diese Rückmeldung.
    Der Originaltext ist ziemlich genau am 15.03.2006 entstanden, soweit ich ihn in meinen Unterlagen finden konnte. Entstanden in einer Phase erster lyrischer Versuche, die sich mit der Thematik der Einsamkeit beschäftigen. Ein Korpus von fast 30 Gedichten ist so zustande gekommen. Wie wird man einsam, was macht Einsamkeit aus und wie wird man sie vielleicht wieder los? Wohl auch eine Auseinandersetzung mit meiner Andersartigkeit, die mir damals wohl bewusst war, aber nicht verstanden worden ist.

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