Alle Artikel in: Gedanken

Hier halte ich meine Gedanken fest

Was denke ich zum Thema Autismus?

Offen gestanden habe ich schon ein Problem mit dem Begriff an für sich. Der Begriff Autismus beinhaltet schon in seiner Ausprägung den Anschein des Krankhaften und Gestörten. Die häufige Verwendung dieses Begriffs führt so in meinen Augen zu der stark verbreiteten Meinung es handle sich um eine Störungskrankheit, die irgendwie also auch behandelt werden könne, müsste. Angesichts der Leiden, die durch verschiedenste Therapien(ABA- und ich hielt den Behaviorismus für eine überwundene Ideologie) und skurrile Behandlungsmethoden(MMS- Industriebleichmittel, die anal in den Darm gespritzt werden und dort schwere Verätzungen verursachen) der längeren und jüngsten Vergangenheit verursacht worden sind, oftmals bei Kindern, welche das Unrecht unmittelbar der Selbstsucht ihrer Eltern zu verdanken haben und dem wehrlos ausgesetzt sind, sehe ich mich dazu veranlasst, solchen Ansätzen jeden Raum der Diskussion zu nehmen. Das muss schon beim Begriff anfangen. Ich möchte nicht von Autismus, sondern viel lieber von autistischen Menschen reden. Hier möchte ich nochmals hervorheben, es ist von Menschen die Rede. Autistische Menschen. Autisten oder autistische Menschen sind viel unterschiedlicher als man oft glauben möchte. Nicht einer lässt sich …

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Und dann war es still

Seit dem vergangenen Dienstag überschattete der Absturz des Flugs 4U 9525 alles. Zwei Tage lang kann man fast davon sprechen, dass es keine andere Berichterstattung gab, als über den Absturz. Jeder konnte sich ausführlich darüber informieren lassen, was geschehen ist, wo es geschehen ist, wie es vielleicht geschehen ist, wer betroffen ist, wer betroffen zu sein hat und wer aus Politik und Prominenz sich betroffen zeigte. Jeder durfte davon Zeuge werden, auch wenn er gar nicht wollte. Warum? Nein, nicht warum dieses Unglück sich ereignet hat. Darauf kann kein Gott eine endgültige Antwort finden. Warum habt ihr das getan und warum macht ihr das? Diese Frage ist an alle beteiligten Medienvertreter gerichtet. Euren Auftrag die Öffentlichkeit über das Unglück zu informieren wäre Genüge getan gewesen, hättet ihr in kurzen Berichten erwähnt, dass der Flug von Barcelona nach Düsseldorf über die Alpen abgestürzt ist, wie viele Opfer es wohl gegeben haben könnte, dann hätten noch ein paar Politiker meinetwegen ihrer immerzu fragwürdigen Betroffenheit kurz vor den Kameras Ausdruck verleihen dürfen und das wäre es gewesen; der …

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Ein Gespräch über das Schreiben

Allein wandert Ich irgendwo im Nirgendwo daher und sehnt sich nach dem Geruch des Meeres, nach dem schäumenden Aufprall von Wellen, nach Wasser, nach etwas Lebendigen, doch hier gibt es nichts. Nur nichts. Kein Wind, kein echtes Licht. Knarrend läuft Ich über die alte Bühne im geschlossenen Raum, über die schon so viele zuvor gelaufen sind und bleibt stehen. Ein Blick in den Zuschauerraum reicht, es gibt ihn nicht. Ex machina fährt eine Wand hinter Ich herunter und bildet aus dem leeren Nichts einen neuen Hintergrund. Zu sehen ist da ein Deich, wogegen schäumend das Meer schlägt. Und wahrhaftig, das Bild bewegt sich. Das muss eine Leinwand sein, auf der ein Film abgespielt wird. In der Ferne rattert eine Kamera. Schon setzt plötzlich das Rauschen der Wellen ein. Ein O-Ton wird immer und immer wieder abgespielt. Irgendwo her strömt ein salzig kühler Duft in den Raum. Sehr schön, so ist das gleich viel angenehmer. Neben Ich fährt eine Bank aus dem Boden, die so ausgerichtet ist, dass sie eine schöne Aussicht auf die Leinwand bietet. …