Monate: April 2015

datenstrom

Der Datenstrom

    Der Datenstrom floss und floss immer. Mal waren weniger Daten auf dem Weg und mal waren es mehr. Er floss immer, immer war er trostlos schwarz, der Datenstrom, der nie aufhörte zu fließen. Flossen die Daten doch immer aus eigener Kraft voran, voran und nie zurück. Ein paar Daten lagen am Rande des Weges und waren auf die anderen angewiesen. Die anderen Daten jedoch scherten sich einen Dreck um sie und flossen weiter. Er floss immer, der Datenstrom, immer trostlos dunkel. Einige Daten flossen anders daher, als die anderen normalen. Sie waren bunt und flossen im Zick-Zack, nicht geradeaus. Die normalen Daten wurden wütend und forderten ihre Löschung. Die Norm musste wieder hergestellt werden. Ruhe und Ordnung im Datenstrom. Er floss immer, der Datenstrom, der immer finster war. Immer geradeaus, immer einer wie der andere. Wer nicht mitfloss, kam in den Papierkorb-Ordner, woraus niemals eine Datei zurückkehrte. Sie wurden gelöscht. Ein Mensch erwachte in diesem Strom und erschrak sich sehr. Er wollte aus diesem schrecklichen Albtraum erwachen, doch er konnte nicht, war er …

Wie dumm?

Dumm Die Dumm Wie Dumm Die Frage bleibt Warum Warum halten sie uns dumm? Denn wer nicht lernt und reflektiert Der blödelt schnell und ungeniert Wissen nie, was richtig ist Glauben einfach jeden Mist Dumm Die Dumm Wie Dumm Die Dummen bleiben stumm

Was denke ich zum Thema Autismus?

Offen gestanden habe ich schon ein Problem mit dem Begriff an für sich. Der Begriff Autismus beinhaltet schon in seiner Ausprägung den Anschein des Krankhaften und Gestörten. Die häufige Verwendung dieses Begriffs führt so in meinen Augen zu der stark verbreiteten Meinung es handle sich um eine Störungskrankheit, die irgendwie also auch behandelt werden könne, müsste. Angesichts der Leiden, die durch verschiedenste Therapien(ABA- und ich hielt den Behaviorismus für eine überwundene Ideologie) und skurrile Behandlungsmethoden(MMS- Industriebleichmittel, die anal in den Darm gespritzt werden und dort schwere Verätzungen verursachen) der längeren und jüngsten Vergangenheit verursacht worden sind, oftmals bei Kindern, welche das Unrecht unmittelbar der Selbstsucht ihrer Eltern zu verdanken haben und dem wehrlos ausgesetzt sind, sehe ich mich dazu veranlasst, solchen Ansätzen jeden Raum der Diskussion zu nehmen. Das muss schon beim Begriff anfangen. Ich möchte nicht von Autismus, sondern viel lieber von autistischen Menschen reden. Hier möchte ich nochmals hervorheben, es ist von Menschen die Rede. Autistische Menschen. Autisten oder autistische Menschen sind viel unterschiedlicher als man oft glauben möchte. Nicht einer lässt sich …

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Display-Drops

Fließend fließen die schwarzen Fäden das Türenfenster entlang. Sachte wankt der Wagen in den leichten Kurven. Das Licht flimmert ab und zu. Hier unten ist Licht alles, ohne versinkt alles nur in die Dunkelheit der Fäden. Monoton rattern die Ränder und quietschen in jeder kleinen Kurve, weil sie gegen die Schienen reiben. Unerträglich dieses Geräusch. Irgendwo ist ein Fenster offen. Warum eigentlich? Ein Geruch von alten Staub und Öl, ein Duft wie es ihn nur hier unten gibt. So duftet die Finsternis. Diese Schwärze. Sie schaut aus dem Fenster und ihre Augen folgen den schwarzen Fäden, als würde es hier etwas Besonderes zu sehen geben. Nein, nichts, zwischen den Fäden spiegelt sich einzig ihr Angesicht. Sie steht an einer Tür und lehnt sich gegen eine Trennwand ohne sich festzuhalten. Der fahrende Wagen drückt sie sachte mit dem Rücken gegen die Wand und hält sie fest. In Gedanken hat sie vergessen, dass in ihren Ohren Stöpsel stecken und sie mit ihrer Lieblingsmusik direkt aus ihrem Phone versorgen. Eines hört sich an wie das andere, nur klingen …

Woran ich gerade so arbeite

Auf der einen Seite will ich nicht zu viel verraten, auf der anderen Seite nicht den Eindruck erwecken, ich sei untätig. Während der Arbeit lasse ich niemanden über meine Schulter schauen und hüte meine Projekte wie Geheimnisse, von denen manchmal nur die mir vertrautesten Menschen erfahren, wenn mir danach ist. Bis ein Projekt meinen eigenen Ansprüchen genügt, lasse ich niemanden hineinschauen. Das ging so weit, dass ich regelrecht verleugnete überhaupt zu schreiben. Es war mir nicht unangenehm, ich hatte nur kein Bewusstsein dafür, dass es irgendwen interessieren könnte oder war selber der Ansicht, dass dies meine „Privatsache“ sei. Insofern ist diese Seite für mich ein großer Schritt vor die Haustür. Hinzu kommt die Tatsache, dass ich es nicht gewohnt bin für jemanden zu schreiben. Ich habe immer nur für mich geschrieben. War ein Text fertiggestellt, ließ ich ihn eine Weile liegen, um ihn dann wieder zu vernichten. Erst seit zehn Jahren hatte bei mir durch ein Einwirken von außen ein Umdenken eingesetzt und ich fing an meine Texte auch sporadisch zu archivieren. Somit gibt es …